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Sonntag, 21. Dezember 2014

Ich bin drin



Ich bin seit anderthalb Jahren in Polen und erst seit einem Monat besitze ich einen Internetanschluss. Davor habe ich eine Prepaidkarte verwendet, “Orange Free na Karte”, die aber keine große Datenübertragung erlaubt. In der Tat kosten 6GB 100 zloty. Innerhalb meiner Wohnung funktioniert außerdem die Verbindung nicht gut, daher musste ich nach draußen gehen, um über Skype sprechen zu können.

Also habe ich mich entschieden, eine Festnetzverbindung bei mir einrichten zu lassen. Als die Techniker zu mir kamen, stellten sie fest, dass keine Telefonverbindung in meiner Wohnung vorhanden war. Sie meinten, dass  ein Kabel von der Schaltzentrale im Korridor bis zu meiner Wohnung gezogen werden sollte, und  dafür wäre eine Genehmigung von der Hausverwaltung notwendig. Die wird aber selten erteilt.

Ich beschloss daher, mir eine mobile Internetverbindung zu besorgen. Ich hatte es früher ohne Erfolg versucht, wie ich in einem vorherigen Beitrag geschrieben habe. Dieses Mal ging ich zu einem T-Mobile Shop. Dort reichte ich eine Kopie von meinem Pass, meinem Arbeitserlaubnis und eine Bescheinigung zur Festanstellung ein. Nach meinem PESEL fragten sie selbstverständlich auch. Die Mitarbeiterin fragte gleich in der Zentrale, ob mein Antrag genehmigt werden dürfe. Zum Glück waren sie großzügig und ich durfte direkt vor Ort den Vertrag unterschreiben.

Infolgedessen stehen mir jetzt jeden Monat 90 GBs zur Verfügung. Außerdem habe ich ein Paket gekauft, das eine unbegrenzte Datenübertragung während der Nachtstunden beinhaltet. Am wichtigsten ist es aber für mich, dass die Verbindung viel besser ist. Skype kann ich jetzt von zu Hause verwenden, ohne nach draußen gehen zu müssen. Allerdings bevorzuge ich jetzt ein anderes Programm, ooVoo, das geringere Anforderungen bezüglich der zu übertragenden Datenmenge hat.

Ich habe zusätzlich ein Netbook gekauft, ein Toshiba Satellite, welches ich zusammen  mit meiner mobilen Verbindung verwende. Dieses Netbook verwende ich gerade jetzt, um diesen Artikel auf Google Docs zu schreiben. Ein solches Netbook is aber absolut in der Lage, Spiele wie Rise of Nations und Civilization IV laufen zu lassen, die vor einigen Jahren einen Rechner auf dem neuesten Stand der Technik erforderten. Ich konnte mich nicht zurückhalten und ich habe sie wieder installiert, weil man von Zeit zu Zeit etwas spielen muss, um Dampf abzulassen.

Mit Sicherheit werde ich nicht mehr Tibia spielen. Ich habe in der Tat beschlossen, meinen Druiden der Level 43 und meine anderen Spielcharaktere zu entfernen. Ich nehme alles zurück, was ich in einem vorherigen Artikel darüber geschrieben habe: Die Tibia Gemeinschaft ist immer noch so unreif und feindlich, wie ich sie in Erinnerung hatte.  Der einzige Unterschied ist nur, dass jetzt weniger Leute spielen. Ohne Grund im Spiel von Jugendlichen ermordet zu werden, die mich danach vulgär auf Polnisch verspotten, ist nicht unbedingt meine Idee von Spaß nach der Arbeit.


Donnerstag, 26. Juni 2014

Internetverbindung und Apps



In meiner Wohnung hier in Polen besitze ich weder eine Interverbindung noch einen eigenen Rechner. Stattdessen verwende ich ein Mobiltelefon, ein Tablet und das Notebook von der Firma.

Gleich an meinem ersten Tag in Polen besorgte ich mir eine Prepaid-Karte, die „Internet na kartę“ heißt. Solche Karten kann man sogar im Supermarket kaufen und dafür muss man weder einen Vertrag unterschreiben noch sich ausweisen – in Polen kann man ohne Problem anonym ins Internet gehen. Die Datenübertagung ist aber begrenzt, für 6 GB zahlt man 100 złotys.

Aus diesem Grund wollte ich einen Vertrag mit irgendeinem Mobilfunkanbieter abschließen. Ich möchte nämlich eine größere Menge von Daten pro Monat übertragen können.  Online klappte es aber nicht, weil alle diese Firmen einen polnischen Ausweis voraussetzen, um ihre Formulare erfolgreich ausfüllen zu können. Dann besuchte ich den Stand eines Anbieters in einem Kaufhaus, wo mir aber gesagt wurde, dass ihre Software genau das gleiche Problem hat. Einen Vertrag kann man angeblich auch durch Anzahlung einer Kaution abschließen, ich hatte aber genug davon und gab es auf.

Ich kann eben ins Internet mit dem Firmennotebook, das mit einem Modem ausgestattet ist. Für private Zwecke verwende ich aber lieber meine Prepaid-Karte. Das ist halb so schlimm, weil ich seit langem versuche, so wenig Zeit im Netz zu verbringen wie möglich. Das wird mir leichter gemacht, wenn mein Internetzugang begrenzt ist.

Da alle meine Geräte mobil sind, habe ich keine Ausreden dafür, während des Wochenendes zu Hause zu bleiben.  Ich kann überall auf die gleiche Weise ins Internet gehen, solange ich mein Handy oder mein Tablet mitnehme, die beide Android-Geräte sind. Wie die meisten Mobilgerätebenutzer, kämpfe ich mit ewig entladenen Batterien, daher habe ein paar Ersatzbatterien gekauft. Die Aktualisierung der Apps führe ich jedes Mal aus, wenn ich in irgendein Wifi-Netz komme, meistens unterwegs oder im Hotel.

Ich habe sowieso auf meinem Handy wahrscheinlich zu viele Apps.  Ich werde trotzdem einige von ihnen empfehlen. Alle kennen wahrscheinlich Google Maps und Google Translate. Ich habe das Wörterbuch der polnischen Sprache von Langenscheidt heruntergeladen, um schnell nach mir unbekannten Wörtern zu suchen. Wenn ich unterwegs bin, sind die Apps E-podróżnik (für Städteverbindungen) und Jakdojade (für öffentliche Verkehrsmittel in der Stadt) sehr hilfreich. Die Fahrkarte kann ich auch mit dem Handy erwerben, durch die Angabe bestimmter Zeichenfolgen. Die App „Polska Niezwykla „ schlägt mir Sehenswürdigkeiten in der Nähe vor. Ich verwende immer noch keine Apps, um Taxen zu bestellen oder Zimmer in Hotels zu reservieren, die ich durch Google Maps gefunden habe – lieber rufe ich einfach an. Wenn es mir langweilig wird, lese ich ein paar Artikel auf den Seiten einiger polnischen Zeitungen, darunter auch solche, die zahlungspflichtig sind.

Aufgrund meines begrenzten Internetzugangs spiele ich nicht mehr Online-Spiele und lade auch keine großen Dateien mehr herunter. Ich freue mich, dass ich viel weniger Zeit vor dem Computer verschwende, seitdem ich in Polen bin.

Dienstag, 27. Mai 2014

Mein Fahrrad

Das Dilemma : aus dem Keller wird man sie klauen, auf dem Balkon werden sie verrosten.


Ich habe früher einmal geschrieben, dass ich kein Auto habe. Ein Fahrrad aber habe ich schon. Krakau eignet sich gut für's Radfahren, es gibt hier viele Radwege.

Meins habe ich von einem Herrn gekauft, der kurz davor war, aus Krakau wegzuziehen und nicht weit weg von meiner Wohnung wohnte. Ich hatte sein Angebot auf Gumtree gefunden, dem größten Anzeigen-Portal in Polen. Das ist eine von meinen ersten Unternehmungen in Polen gewesen, und ich war stolz, dass ich mich verabreden und das Geschäft abschließen konnte, indem ich mich der polnischen Sprache bediente. Ich war glücklich, dass ich von da ab jeden Tag zur Arbeit mit dem Fahrrad fahren konnte.

Ich hatte so viel Lust auf ein Fahrrad, dass ich es kaufte, obwohl nicht alle Gänge funktionierten. Wenigstens konnte ich einen niedrigeren Preis aushandeln. Nach dem Kauf schien es mir, dass ich betrogen worden war, weil ich am Fahrzeug noch weitere Mängel entdeckte. Obwohl ich kein guter Bastler bin, schaffte ich es, das Fahrrad in einen brauchbaren Zustand zu bringen.

Erst als die Kette kaputtging, entschloss ich mich endlich, zu einer Werkstatt zu gehen. Die Reparatur kostete viel weniger, als ich mir vorstellte. Tatsächlich sind Fahrzeuge in Polen im Allgemeinen teurer, doch ihre Wartung ist billiger. In Deutschland würde man ein altes Fahrrad eher wegwerfen als reparieren, man kauft sich einfach ein Neues.

Auf jeden Fall muss man in Krakau auf der Hut sein, weil hier viele Fahrräder entwendet werden. Ein Kollege hat mir erzählt, dass ihm schon vier Fahrräder gestohlen wurden. Ich parke meins jeden Werktag auf dem Platz neben meiner Arbeitsstelle, so ist es gut, dass es nicht besonders neu aussieht. Nachts steht es auf dem Balkon meiner Wohnung, die sich im dritten Geschoß befindet.

Ich darf nicht vergessen, die Reifen regelmäßig aufzupumpen, damit ich jeden Tag zur Arbeit fahren kann. Ein paar Wochenendausflüge habe ich auch schon gemacht, während mein Handy den Weg aufzeichnete, so dass ich ihn später aufs Fahrradroutenportal Traseo hochladen konnte .

Inzwischen ist mein Fahrrad mein Hauptfortbewegungsmittel  – ich fühle mich wieder wie ein Teenager.