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Freitag, 16. Januar 2015

Schwimmbäder, Meer, Seen und Berge


In Krakau gibt es kein Meer, aber wenigstens gibt es Schwimmbäder. Ich gehe zu einem, wo es auch ein Fitnessstudio gibt. Das Schwimmbad befindet sich gleich neben der Firma, in der ich arbeite, und für Angestellte ist der Zugang frei. Aufgrund dessen ist es normalerweise ziemlich voll, vor allem wenn man es gleich nach der Arbeit besucht. Es ist aber halb so schlimm.

Zum Glück gibt es genügend Schwimmbäder in Krakau. Dieser Seite zufolge sind es 31, was für eine Stadt von 800.000 Einwohnern überhaupt nicht schlecht ist.

Im Winter gibt es übrigens keine andere Möglichkeit zu schwimmen, im Sommer ist es aber nicht viel besser. Ich kenne keine Seen in der Umgebung von Krakau, im Gegensatz zu einigen Gegenden in Zentral- und Nordpolen, in denen jede Menge schöne Seen gibt.

Im Sommer kann man auch an die Ostsee fahren, die sich mehrere hunderte Kilometer nördlich von Krakau befindet. Es gibt dort viel mehr Leute, als man erwarten könnte, und billig ist es auch nicht. Es gibt mit Sicherheit viele Ortschaften am Mittelmeer, die günstiger sind. Wenn sie keine Fremdsprachen können oder keine Überraschungen möchten, verbringen die Polen aber lieber ihren Urlaub am Polnischem Meer, selber wenn es dort oft jeden zweiten Tag regnet.

In Polen würde ich meine Ferien eher in den Bergen verbringen, in den Karpaten. Sie sind billiger und nicht so überfüllt wie die Alpen. Die Slowakei, mit ihren schönen Landschaften und den vielen Bergen und Wäldern, ist auch nicht weit weg.

Dienstag, 27. Mai 2014

Mein Fahrrad

Das Dilemma : aus dem Keller wird man sie klauen, auf dem Balkon werden sie verrosten.


Ich habe früher einmal geschrieben, dass ich kein Auto habe. Ein Fahrrad aber habe ich schon. Krakau eignet sich gut für's Radfahren, es gibt hier viele Radwege.

Meins habe ich von einem Herrn gekauft, der kurz davor war, aus Krakau wegzuziehen und nicht weit weg von meiner Wohnung wohnte. Ich hatte sein Angebot auf Gumtree gefunden, dem größten Anzeigen-Portal in Polen. Das ist eine von meinen ersten Unternehmungen in Polen gewesen, und ich war stolz, dass ich mich verabreden und das Geschäft abschließen konnte, indem ich mich der polnischen Sprache bediente. Ich war glücklich, dass ich von da ab jeden Tag zur Arbeit mit dem Fahrrad fahren konnte.

Ich hatte so viel Lust auf ein Fahrrad, dass ich es kaufte, obwohl nicht alle Gänge funktionierten. Wenigstens konnte ich einen niedrigeren Preis aushandeln. Nach dem Kauf schien es mir, dass ich betrogen worden war, weil ich am Fahrzeug noch weitere Mängel entdeckte. Obwohl ich kein guter Bastler bin, schaffte ich es, das Fahrrad in einen brauchbaren Zustand zu bringen.

Erst als die Kette kaputtging, entschloss ich mich endlich, zu einer Werkstatt zu gehen. Die Reparatur kostete viel weniger, als ich mir vorstellte. Tatsächlich sind Fahrzeuge in Polen im Allgemeinen teurer, doch ihre Wartung ist billiger. In Deutschland würde man ein altes Fahrrad eher wegwerfen als reparieren, man kauft sich einfach ein Neues.

Auf jeden Fall muss man in Krakau auf der Hut sein, weil hier viele Fahrräder entwendet werden. Ein Kollege hat mir erzählt, dass ihm schon vier Fahrräder gestohlen wurden. Ich parke meins jeden Werktag auf dem Platz neben meiner Arbeitsstelle, so ist es gut, dass es nicht besonders neu aussieht. Nachts steht es auf dem Balkon meiner Wohnung, die sich im dritten Geschoß befindet.

Ich darf nicht vergessen, die Reifen regelmäßig aufzupumpen, damit ich jeden Tag zur Arbeit fahren kann. Ein paar Wochenendausflüge habe ich auch schon gemacht, während mein Handy den Weg aufzeichnete, so dass ich ihn später aufs Fahrradroutenportal Traseo hochladen konnte .

Inzwischen ist mein Fahrrad mein Hauptfortbewegungsmittel  – ich fühle mich wieder wie ein Teenager.